Bruttonationalglück Schweiz
 

Blog: Die neusten Inputs zu Bruttonationalglück Schweiz

Newsletter Beitrag von Andreas Schärer, 19. August 2021
Newsletter von NPG | RSP: News_2021-9_Glueck_01.pdf (npg-rsp.ch)

Glück ist ein Grundbedürfnis aller Menschen

Der Wunsch glücklich und geliebt zu sein, verbindet alle Menschen - unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, sozialem Stand oder politischer Gesinnung. Mehrheitlich verfolgten wir, insbesondere in den entwickelten westlichen Ländern, das Konzept, über materiellen Wohlstand Glück und Wohlbefinden zu erreichen. Die dadurch erzielten technischen und wissenschaftlichen Fortschritte sind durchaus bemerkenswert.

Doch Studien zeigen: trotz steter Steigerung des Wohlstands, steigt das von den Menschen empfundene Glück nicht linear dazu und die globale Krise offenbart uns in noch nie dagewesener Deutlichkeit, wie sehr die Hatz nach materiellen Werten Mensch, Tier und Natur überfordert. Die Dringlichkeit von neuen Modellen, die umfassend den Aspekten Rechnung tragen, die für das Glück und das Wohlbefinden der Menschen so bedeutend sind, ist grösser denn ja. Mitgefühl, Fürsorge, Naturverbundenheit, psychisches und physisches Wohlbefinden, Gemeinschaft, Freiwilligenarbeit, Familie, Work-Live Balance, soziales Umfeld etc. müssen jetzt in den Fokus der Bemühungen rücken. Dazu braucht es umfassenden Systeme und Indexe, um ihren Zustand und ihre Veränderungen zu erfassen und zu messen.


Bruttonationalglück – eine Philosophie aus Bhutan als neues Entwicklungsparadigma

Das Modell des Bruttonationalglücks (BNG) wird diesen Ansprüchen gerecht. Vor rund 50 Jahren im kleinen Königreich Bhutan entstanden, ist BNG heute ein ausgereiftes Modell, nach dem Staaten, Organisationen, Firmen und Individuen ihre Entwicklung ausrichten und gemeinsam einer Agenda folgen können, die die wirklichen Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.


Wir müssen jetzt nach innen schauen

BNG basiert auf der Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung nur dann möglich ist, wenn innere und äussere Veränderungen in Balance sind. Nach dem wir uns nun (zu) lange um die äusseren, materiellen Werten gekümmert haben, ist es nun Zeit, dass wir uns auf individueller und gesellschaftlicher Ebene der inneren Welt zuwenden. Wir müssen lernen, unsere eigenen Ressourcen zu erkennen, zu entwickeln und zu managen. Dieses neue Narrativ müssen wir institutionalisieren. In den Schulen, in der Öffentlichkeit, in Unternehmen, in der Politik und in den Medien. Dann werden wir in der Lage sein, die Herausforderungen der globalisierten Welt zu bewältigen. Für ein Leben in Glück und Wohlbefinden – im Einklang mit den Menschen, den Tieren und der Natur.

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Autor: Andreas Schärer
www.glueckskonzepte.ch


Video-Input von Dr. Ha Vinh Tho, 18. Mai 2021